Japan
Von massierten Rindern und massakrierten Fischen – Eine Woche Japan für Anfänger
Japan in einer Woche zu durchschauen ist leider nicht möglich. Immerhin werden hier runde lange Dinge anders gezählt als eckige und Fische anders als andere Tiere und Menschen sowieso anders und flüssige Sachen auch und dann gibt es ja auch noch die Zahlen zum Rechnen und die Zahlen an sich. Alles klar? Naja, dann kann es ja losgehen. Solange zumindest, bis man nicht den Versuch macht, selbstständig einen Busplan zu lesen oder in einem Supermarkt einzukaufen oder fälschlicherweise in einem Tempel auf eine Schwelle tritt oder gar die Visitenkarte des japanischen Gegenübers nicht mit beiden Händen entgegennimmt und mindestens 5 Minuten bedächtig studiert. Dabei sollte einem jedoch klar sein, dass die Kunst, die Tiefe und Art der Verbeugung zur Begrüßung aus dem Studium einer dieser Visitenkarten zu erschließen, für einen Nicht-Japaner quasi unmöglich ist.
Mit diesem mehr oder weniger fundierten Wissen und vielen konfusen Zusammenhängen, die ich aus der Wissensflut meiner Reiseführer selbst geschlossen hatte, begab ich mich im Februar für eine Woche nach Tokyo, Kyoto und Nara. Dabei ging es inhaltlich um die japanische Pflegeversicherung, denn in Tokyo wurde ein Symposium zum Thema mit deutscher und japanischer Beteiligung ausgerichtet und so konnte ich neben den glimmernden japanischen Großstädten auch einen Blick in Konferenzsäle, Krankenhäuser und Altenheime werfen, was nicht minder interessant war. Fotografisch festgehalten habe ich für euch aber nur meine Eindrücke der kulturellen Schätze, der Lebensart und Eigenheiten. Darunter unter anderem auch meine kulinarischen Experimente mit Schabu-Schabu, dem dünn geschnittenen Rindfleisch aus dem japanischen Kobe, das in einer leckeren Gemüsebrühe gekocht wird. Das Besondere dabei ist, dass das Rindfleisch das zarteste der Welt sein soll. Um das zu garantieren, werden die Kühe nicht nur mit Bier gefüttert sondern auch massiert. Also für alle, die an Wiedergeburt glauben, that’s the way to go!
Da der offizielle Teil der Reise schon am Freitag endete, konnte ich das Wochenende noch nutzen, um einige der 13! Weltkulturerbestätten in Kyoto und der weiteren acht in der alten Kaiserstadt Nara zu besichtigen und auch meine vorher schon gehuldigten eigenen Erfahrungen mit Busfahrplänen und hilfsbereiten und nur japanisch sprechenden Busfahrern machen. Für alle, die demnächst eine Stadtbusfahrt in Kyoto planen, hier ein kleiner Tipp voran. Man bezahlt erst beim Aussteigen!
In diesem Sinne auf in den Kampf
Eure Jay9
Link zur deutschen Botschaft in Tokyo mit weiteren Informationen:
http://www.tokyo.diplo.de/Vertretung/tokyo/de/04__Pol/Bilaterales/Caspers__Merk__Seite.html
Kyoto:
GoogleEarth: nijo-jo-Schloss
GoogleEarth: goldener Pavillon
GoogleEarth: Kiyomizu-Tempel , Higashi-Honganji-Tempel
GoogleEarth: Philosophenweg
GoogleEarth: Ryogen-in-zen-Tempel, Sanjusangen-do-Tempel
GoogleEarth: Shisendo-Tempel
GoogleEarth: Gion-Geisha-Viertel
GoogleEarth: Kyoto-Tower
Nara:
GoogleEarth: Kasuga-Taisha-Schrein, Gangoji-Tempel
GoogleEarth: Todaiji-Tempel
Tokyo:
GoogleEarth: Meiji-Schrein, Kaiserpalast






































































